Betroffen ist der Progress MarkLogic Server, genauer die Query Console – die Weboberfläche, über die Anwender Abfragen an die Datenbank stellen. Ein bereits angemeldeter Nutzer dieser Konsole kann manipulierte Pfadangaben an eine intern genutzte, privilegierte Hilfsfunktion für Dateisystemzugriffe übergeben. Diese Funktion prüft die übergebenen Pfade nicht ausreichend und arbeitet mit erhöhten Rechten, sodass sich der Zugriff auf Dateien außerhalb der vorgesehenen Verzeichnisse lenken lässt. Im Ergebnis kann ein Angreifer beliebige Dateien des Servers auslesen – darunter potenziell Konfigurationsdateien, Zugangsdaten oder andere vertrauliche Inhalte, die ihm regulär nicht zugänglich wären. Voraussetzung ist ein gültiger Zugang zur Query Console; die Lücke eignet sich damit vor allem zur Rechteausweitung durch Innentäter oder durch Angreifer, die bereits ein Benutzerkonto übernommen haben.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel 31 neue Schwachstellen in Progress MarkLogic Server – fünf davon kritisch 13.10.2026