Betroffen ist Progress MarkLogic Server beim Betrieb in Azure-Umgebungen. Unter bestimmten Konfigurationen schreibt die Datenbanksoftware sicherheitsrelevante Authentifizierungsinformationen im Klartext in ihre Diagnose- bzw. Protokolldateien. Solche Logs gelten üblicherweise als weniger schützenswert und sind daher oft für Administratoren, Support-Prozesse oder angebundene Log-Auswertungssysteme breiter zugänglich als die eigentlichen Zugangsdaten. Wer Zugriff auf diese Protokolle erlangt, kann die dort hinterlegten Anmeldeinformationen auslesen und damit unberechtigt auf geschützte Cloud-Ressourcen zugreifen, die eigentlich nur dem Server selbst vorbehalten sind. Der Fehler liegt also nicht in einer angreifbaren Netzwerkfunktion, sondern in einer unsachgemäßen Behandlung vertraulicher Daten bei der Protokollierung. Der mögliche Schaden hängt davon ab, welche Rechte die preisgegebenen Zugangsdaten in der Cloud-Umgebung besitzen.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel 31 neue Schwachstellen in Progress MarkLogic Server – fünf davon kritisch 13.10.2026