SmarterMail
Die Schwachstelle steckt in der Passwort-Zurücksetzen-Schnittstelle (Password-Reset-API) der E-Mail-Server-Software SmarterMail von SmarterTools. Der zuständige Endpunkt zum erzwungenen Zurücksetzen eines Passworts nimmt anonyme Anfragen entgegen und prüft beim Zurücksetzen von Systemadministrator-Konten weder das bestehende Passwort noch einen gültigen Reset-Token. Dadurch kann ein Angreifer aus der Ferne und ohne jede Anmeldung einfach den Benutzernamen eines Administrators sowie ein frei gewähltes neues Passwort übermitteln und dessen Konto übernehmen. Das verschafft ihm die vollständige administrative Kontrolle über die SmarterMail-Instanz. Besonders schwer wiegt, dass Systemadministrator-Rechte in SmarterMail über eingebaute Verwaltungsfunktionen das Ausführen von Betriebssystembefehlen erlauben – der Angreifer erlangt damit faktisch auch Zugriff auf das darunterliegende Wirtssystem mit höchsten Systemrechten (SYSTEM beziehungsweise root). Betroffen sind selbst betriebene SmarterMail-Server, deren Verwaltungsschnittstelle erreichbar ist.
Setzen Sie die vom Hersteller bereitgestellten Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Korrekturen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden.
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