Die Schwachstelle betrifft die Komponente Ozone in Google Chrome unter Linux. Ozone ist die Schicht, über die der Browser mit dem Fenster- und Grafiksystem des Betriebssystems zusammenarbeitet. Dort tritt ein Use-after-free-Fehler auf: Ein Speicherbereich wird freigegeben, anschließend aber weiterhin verwendet. Das kann zu einer Beschädigung des Heap-Speichers führen, also der Speicherverwaltung des laufenden Programms – ein Zustand, der sich zum Ausführen eigenen Codes missbrauchen lässt. Der Angriff erfolgt aus der Ferne über eine speziell vorbereitete HTML-Seite. Er ist jedoch nicht vollautomatisch: Das Opfer muss die Seite nicht nur öffnen, sondern zusätzlich bestimmte Aktionen in der Benutzeroberfläche ausführen, etwa Klicks oder Bedienschritte, die der Angreifer durch Täuschung provoziert. Betroffen sind Linux-Installationen von Google Chrome.
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