Adobe Commerce enthält eine Schwachstelle in der Verarbeitung von Vorlagen (Template Engine): Spezielle Steuerzeichen werden vor der Auswertung nicht ausreichend entschärft. Dadurch kann ein Angreifer eigene Anweisungen in eine Vorlage einschleusen, die der Server anschließend als Code ausführt. Die Ausführung erfolgt im Kontext des aktuellen Benutzers, sodass der Angreifer dessen Rechte übernimmt und dadurch erweiterten Zugriff auf das Konto oder die laufende Sitzung des Opfers erlangen kann. Eine Mitwirkung des Opfers ist dafür nicht erforderlich – der Angriff funktioniert ohne jede Benutzerinteraktion, was die Hürde für eine Ausnutzung deutlich senkt. Zudem bleiben die Auswirkungen nicht auf die verwundbare Komponente beschränkt, sondern können auf weitere Teile des Systems übergreifen. Betroffen sind Online-Shops auf Basis dieser E-Commerce-Plattform, bei denen über den eingeschleusten Code Geschäfts- und Kundendaten ausgelesen oder manipuliert werden können.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel BlockStrap: Kritische Lücke erlaubt Codeausführung auf Magento-Servern 16.10.2026