Smart App Control ist eine Windows-11-Funktion, die auf Microsofts App-Intelligence-Dienste und Code-Integritätsmechanismen zurückgreift und gemeinsam mit Microsoft Defender und SmartScreen potenziell schädliche Anwendungen oder Binärdateien blockiert.
“Nach der Installation dieses Updates können einige Geräte Smart App Control in der Windows-Sicherheits-App möglicherweise nicht mehr einschalten, wenn die Funktion zuvor deaktiviert wurde. Auf betroffenen Geräten kann die Option zum Einschalten von Smart App Control ausgegraut sein”, teilte Microsoft in einer Aktualisierung des Hinweises zu KB5127648 mit. Geräte, auf denen Smart App Control bereits aktiv ist, seien nicht betroffen und blieben geschützt.
Als erste Behelfslösung nennt Microsoft eine Änderung in der Registry. Dazu muss eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten geöffnet werden (über die Suche “cmd” eingeben, dann “Als Administrator ausführen” wählen) und anschließend folgende Befehle ausgeführt werden, gefolgt von einem Neustart des Geräts:
- reg add “HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Policies\Microsoft\FeatureManagement\Overrides” /v 2883193997 /t REG_DWORD /d 1 /f
- reg add “HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Policies\Microsoft\FeatureManagement\Overrides” /v 2850574478 /t REG_DWORD /d 1 /f
Für verwaltete Umgebungen in Unternehmen stellt Microsoft alternativ zwei Gruppenrichtlinien bereit, die Smart App Control einschalten und zugleich die Protokollierung zur Fehlersuche aktivieren:
- Windows 11, Versionen 24H2, 25H2 und 26H2 – KB5074105 261015_19222 Feature Preview
- Windows 11, Versionen 24H2, 25H2 und 26H2 – KB5074105 261015_19221 Feature Preview
Die beiden Richtlinien finden sich nach der Installation unter Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > {Name der Gruppenrichtlinie} > Windows 11, Version 24H2, 25H2. Administratoren müssen beide Einstellungen auf “Aktiviert” setzen und die betroffenen Geräte neu starten, damit die Gruppenrichtlinien wirksam werden.
In derselben Woche bestätigte Microsoft außerdem, dass aktuelle Windows-Updates bei aktivierter Sicherheitsfunktion “Administratorschutz” zu Fehlern beim Remote Desktop für Nutzer ohne Administratorrechte führen. Ein weiteres bekanntes Problem, das nach Installation der Sicherheitsupdates vom September 2026 Verbindungsprobleme mit Always On VPN auslöste, wurde behoben. Am Dienstag beseitigte das Unternehmen zudem einen Fehler, der nach der Installation von Windows-11-Updates seit August schwarze Bildschirme, Probleme beim Laden des Desktops und Abstürze des Explorers verursacht hatte.
