Als Microsoft das Problem im vergangenen Monat einräumte, nannte das Unternehmen mehrere Symptome: Am häufigsten trat ein schwarzer Bildschirm nach der Anmeldung auf, Betroffene kamen erst an ihren Desktop, nachdem sie die Desktop-Sitzung manuell gestartet hatten, zudem tauchten im Anwendungs-Ereignisprotokoll Abstürze des Windows Explorers auf.

Betroffen sind vor allem Hosts von Azure Virtual Desktop (AVD), die FSLogix einsetzen — eine Lösung, die das Laden von Benutzerprofilen in virtuellen Desktop-Umgebungen beschleunigt.

“Dieses Problem wurde durch die am 13. Oktober 2026 veröffentlichten Windows-Updates [..] und durch danach veröffentlichte Updates behoben. Wir empfehlen, das neueste Update für Ihr Gerät zu installieren, da es wichtige Verbesserungen und Problemlösungen enthält, einschließlich dieser”, teilte Microsoft in einem Eintrag im Release-Health-Dashboard mit. Wer ein am 13. Oktober 2026 oder später veröffentlichtes Update installiere, benötige keine Behelfslösung mehr.

Für Anwender, die die aktuellen Windows-Updates nicht einspielen können, nennt Microsoft eine vorübergehende Behelfslösung: den Windows Explorer von Hand starten. Dazu öffnet man den Task-Manager (Strg+Umschalt+Esc), wählt “Neuen Task ausführen”, gibt explorer.exe ein und bestätigt mit OK.

Für Unternehmenskunden hat Microsoft das Problem zusätzlich über einen Known Issue Rollback (KIR) entschärft, der auf verwalteten Geräten durch Installation einer der folgenden Gruppenrichtlinien angewendet werden muss:

  • Windows 11, Version 26H1: KB5124006 Known Issue Rollback
  • Windows 11, Version 25H2 und Windows 11, Version 24H2: KB5124010 Known Issue Rollback

“Sie müssen die Gruppenrichtlinie für Ihre Windows-Version installieren und konfigurieren, um dieses Problem zu beheben. Außerdem müssen Sie Ihre Geräte neu starten, damit die Gruppenrichtlinieneinstellung wirksam wird”, merkte Microsoft an. Die Gruppenrichtlinie deaktiviere die Änderung, die das Problem verursacht, bis eine Lösung in einem künftigen Windows-Update erscheine. Weitere Hinweise zur Verteilung und Konfiguration von KIR-Gruppenrichtlinien stellt Microsoft auf seiner Support-Website bereit.

In dieser Woche schloss Microsoft außerdem ein bekanntes Problem, das nach Installation der Sicherheitsupdates vom September 2026 Verbindungsprobleme mit Always On VPN auslöste. Zugleich bestätigte das Unternehmen, dass jüngere Windows-Updates bei Nutzern ohne Administratorrechte zu Fehlern bei Remote Desktop führen können, wenn die Sicherheitsfunktion “Administratorschutz” aktiviert ist.