Betroffen waren aktuelle Systeme mit Windows 11 24H2 und neuer. Nach Angaben von Microsoft traten die Ausfälle auf, wenn der erste Verbindungsversuch fehlschlug – etwa bei automatischer Protokollauswahl mit IKEv2 und SSTP. Das Unternehmen hatte den Fehler erstmals in einer Service-Meldung an IT-Administratoren Ende September eingeräumt.

„Wenn automatische Protokollauswahl oder Protokoll-Fallback konfiguriert war, konnten betroffene VPN-Verbindungen im Zustand ‚Verbindung wird hergestellt‘ hängen bleiben oder nach einem fehlgeschlagenen ersten Verbindungsversuch gar nicht zustande kommen“, erklärte Microsoft. „In einigen Fällen konnten nachfolgende Verbindungsversuche die Fehlermeldung ‚Der angegebene Port wird bereits verwendet‘ anzeigen.“

Für Kunden, die das Update vom Oktober-Patchday nicht sofort einspielen können, nennt Microsoft eine vorübergehende Abhilfe: Administratoren sollen im Always-On-VPN-Profil von der automatischen Protokollauswahl auf ein einzelnes Protokoll umstellen – entweder ausschließlich SSTP oder ausschließlich IKEv2. „Organisationen sollten das Protokoll anhand ihrer Umgebung sowie ihrer Sicherheits- und Bereitstellungsanforderungen auswählen“, so das Unternehmen.

Always On VPN löste als Fernzugriffslösung die ältere DirectAccess-Technologie ab und funktioniert mit domänengebundenen, nicht domänengebundenen sowie mit Microsoft Entra ID eingebundenen Geräten unter Windows 10, Windows 11 und Windows Server. Die Lösung läuft im Hintergrund und baut automatisch einen gesicherten Tunnel ins Unternehmensnetz auf, sobald ein Gerät eine Internetverbindung herstellt.

Die September-Updates 2026 hatten weitere Probleme verursacht: Im vergangenen Monat veröffentlichte Microsoft Notfallupdates gegen Ausfälle der Remote Desktop Services, Hyper-V-Probleme und Störungen bei USB-Audio, von denen Privat- und Unternehmensanwender betroffen waren. In dieser Woche bestätigte das Unternehmen zudem, dass Nutzer ohne Administratorrechte nach der Installation jüngerer Windows-Updates Schwierigkeiten haben können, sich per Remote Desktop mit Geräten zu verbinden, sofern die Sicherheitsfunktion „Administratorschutz“ aktiviert ist.