Die Stelle veröffentlichte am Dienstag einen Hinweis auf ihrer Website, wonach sie gemeinsam mit dem betroffenen Dienstleister die Auswirkungen des Vorfalls bewertet. Neue Beschwerden könnten erst wieder eingereicht werden, wenn die Systeme zurück im Betrieb seien. Wer dringend eine Beschwerde vorbringen muss, soll stattdessen die Telefonhotline nutzen oder eine E-Mail an info@housing-ombudsman.org.uk schicken.

“Der Vorfall wurde eingedämmt, und wir arbeiten mit unserem externen Lieferanten zusammen, um den Sachverhalt vollständig aufzuklären, einschließlich des Umfangs der betroffenen Daten”, teilte der Dienst mit. “Wir untersuchen weiterhin, ob personenbezogene Informationen betroffen sind, und werden weitere Aktualisierungen bereitstellen, sobald uns das möglich ist.”

Der Housing Ombudsman hat den Vorfall der britischen Datenschutzbehörde Information Commissioner’s Office (ICO) gemeldet. Mietern und Wohnungseigentümern rät die Stelle, bei unaufgeforderten Nachrichten auf mögliche Betrugsversuche zu achten: “Vorsorglich empfehlen wir, bei der Reaktion auf unerwartete Mitteilungen weiterhin die übliche Vorsicht walten zu lassen”, hieß es. “Geben Sie keine persönlichen Informationen preis, sofern Sie sich der Identität des Anfragenden nicht sicher sind, und melden Sie verdächtige Aktivitäten der zuständigen Organisation oder den Behörden.” Die Wiederherstellung der Dienste solle “so schnell wie möglich” erfolgen; weitere Informationen zur Untersuchung sollen folgen, sobald sie vorliegen.

Der Housing Ombudsman wurde durch den Housing Act 1996 eingerichtet und ist eine nachgeordnete öffentliche Einrichtung außerhalb der Ministerialverwaltung, die dem Ministry of Housing, Communities and Local Government zugeordnet ist. Die Stelle schlichtet in England Streitigkeiten zwischen Bewohnern von Sozialwohnungen und sozialen Vermietern, darunter Wohnungsbaugenossenschaften, Vermieter, Verwalter und Maklerbüros.

Im März musste die britische Behörde Companies House, die das Register aller Unternehmen im Vereinigten Königreich führt, ihren Dienst WebFiling abschalten, um eine Sicherheitslücke zu beheben, über die seit Oktober 2025 Unternehmensdaten offengelegen hatten. Zwei Monate zuvor, im Januar, hatte das Vereinigte Königreich eine neue Cybersicherheitsstrategie mit einem Volumen von mehr als 210 Millionen Pfund (283 Millionen US-Dollar) angekündigt, die die Abwehrfähigkeit von Regierungsbehörden und des öffentlichen Sektors insgesamt stärken soll.