Installieren können das Update Nutzer von Windows 10 Enterprise LTSC sowie Teilnehmer des ESU-Programms – regulär über Einstellungen, Windows Update und eine manuelle Suche nach Updates. Nach der Installation trägt Windows 10 die Build-Nummer 19045.7807, Windows 10 Enterprise LTSC 2021 die Build-Nummer 19044.7807.
Neue Funktionen liefert Microsoft für Windows 10 nicht mehr; KB5126657 besteht im Wesentlichen aus Sicherheits- und Fehlerkorrekturen. Im Einzelnen enthält das Update:
- Zeit und Datum: Unterstützung für die dauerhafte Sommerzeit in British Columbia und Alberta ab November 2026 sowie die neue Zeitzone Manitoba Standard Time „(UTC-5:00) Manitoba“.
- ReFS-Sicherheit: Für ReFS-Volumes auf extern angeschlossenen Speichergeräten kommen Auditing und optionale Richtliniensteuerungen hinzu. Das Auditing ist standardmäßig aktiv, die Durchsetzungssteuerungen bleiben zunächst deaktiviert, damit Administratoren Zeit haben, künftige Härtungsmaßnahmen zu bewerten und vorzubereiten. Details nennt Microsoft in KB5130741.
- Storage Spaces: Behoben wurde ein Problem, durch das einzelne virtuelle Datenträger von Storage Spaces Direct nach der Installation eines Windows-Updates offline bleiben konnten. Ursache war, dass gültige Metadaten für gestaffelten Speicher während der Wiederherstellung fälschlich als ungültig eingestuft wurden, wodurch betroffene virtuelle Datenträger und davon abhängige Workloads nicht online gehen konnten.
- Dateiversionsverlauf: Korrigiert wurde ein bekannter Fehler, bei dem der Dateiversionsverlauf Dateien nicht auf ein externes Laufwerk oder einen Netzwerkspeicherort sichern oder von dort wiederherstellen konnte. Betroffene Geräte zeigten teils die Meldung „Verbinden Sie Ihr Laufwerk erneut“ an, obwohl ein kompatibles und funktionierendes Sicherungslaufwerk angeschlossen war.
- Secure Boot: Die Verteilung aktualisierter Secure-Boot-Zertifikate wird fortgesetzt. Microsoft nutzt dafür aktuelle Zielgruppendaten mit hoher Verlässlichkeit, um Geräte zu identifizieren, die die neuen Zertifikate automatisch erhalten können. Die Auslieferung über Windows Update läuft auf unterstützten Geräten weiter.
Ein bekanntes Problem bleibt bestehen: Nach Installation der Windows-Sicherheitsupdates vom September 2026 funktionieren laut Microsoft manche Geräte der USB Audio Class 1.0 nicht mehr korrekt. Betroffene Geräte starten teils nicht und melden im Geräte-Manager den Fehler Code 10, geben keinen Ton mehr aus oder reagieren nicht auf Lautstärkeregler und Soundeinstellungen. Einzelne Geräte arbeiten im normalen Stereomodus, versagen aber bei Konfigurationen mit acht Kanälen oder 3D-Audio.
Teilweise behoben hat Microsoft die Störung bereits mit einem außerplanmäßigen Notfall-Update vom 14. September, das die Probleme mit 8-Kanal- und 3D-Audio-Modi adressierte. Die übrigen Audiofehler sind weiterhin offen; Microsoft arbeitet nach eigenen Angaben an weiteren Korrekturen.
