Es handelt sich um den zehnten Patchday-Termin des Jahres 2026. Die Aktualisierung basiert auf 24H2, weshalb 25H2 und 26H2 dasselbe Paket mit identischen Korrekturen erhalten; exklusive oder gesonderte Änderungen für einzelne Versionen gibt es nicht.
Installieren lässt sich das Update über Start > Einstellungen > Windows Update und die Schaltfläche „Nach Updates suchen“. Alternativ steht es im Microsoft Update Catalog zum manuellen Herunterladen und Installieren bereit.
Neben den Sicherheitskorrekturen führt Microsoft eine Reihe funktionaler Neuerungen ein. Im Datei-Explorer ändert sich der Umgang des Vorschaufensters mit aus dem Web heruntergeladenen Dateien: Bei HTML-Dateien erlaubt eine neue Schaltfläche „Trotzdem anzeigen“, die Warnung zu bestätigen und die Datei dennoch anzusehen; Dateien anderer Formate wie PDFs werden wieder automatisch in der Vorschau angezeigt. Der Startbereich des Datei-Explorers merkt sich künftig den Zustand der Abschnitte (aufgeklappt oder zugeklappt). Außerdem arbeiten Miniaturansichten für Cloud-Dateien im Detailbereich zuverlässiger, der Bereich wurde neu geordnet, damit Dateieigenschaften leichter zu finden sind. Behoben ist ein Fehler, bei dem der Inhalt der Adressleiste gelöscht werden konnte, wenn man rechts in der Leiste klickte, um in den Bearbeitungsmodus zu wechseln.
Beim Thema Emoji unterstützt Windows 11 nun Emoji 17.0, darunter neue Zeichen wie ein verzerrtes Gesicht, eine Kampfwolke und eine haarige Kreatur. Eingefügt werden sie über die Tastenkombination Windows + Punkt, die das Emoji-Panel öffnet. Zusätzlich hat Microsoft das Design mehrerer bestehender Emoji überarbeitet, um sie plattformübergreifend konsistenter zu gestalten – betroffen sind unter anderem das salutierende Gesicht, das Gesicht mit hervorlugendem Auge, die Gans, der Lotus und die küssende Katze.
Neu ist auch ein Tipps-Widget mit kurzen Hinweisen zu Windows-Funktionen. Es lässt sich über das Widgets-Board unter „Widgets hinzufügen“ ergänzen oder unter Einstellungen > Personalisierung > Sperrbildschirm zu den Sperrbildschirm-Widgets hinzufügen.
Im Bereich Personalisierung verbessert das Update die Desktophintergrund-Funktionen an mehreren Stellen: Die Seite Personalisierung > Hintergrund in den Einstellungen arbeitet zuverlässiger, DIB-Bilddateien lassen sich nun als Desktophintergrund verwenden, Diashow-Übergänge auf neu angelegten Konten laufen stabiler, Vorschauen beim Auswählen eines Hintergrunds werden in höherer Auflösung dargestellt, und die Vorschauanzeige in den Einstellungen wurde für Nutzer mit Monitoren im Hochformat verbessert. Zudem verarbeitet Windows schnell aufeinanderfolgende Hintergrundwechsel zuverlässiger und unterstützt Diashow-Hintergründe mit mehreren Desktops, ohne automatisch wieder auf „Bild“ zurückzuschalten.
Mehrere Änderungen betreffen Bluetooth. Während Sprachanrufen erscheint das Lautstärke-Flyout der Windows-Shell jetzt auch dann, wenn die Lautstärke eines Bluetooth-Classic-Audio-Zubehörs über dessen eigene Bedienelemente verändert wird, sodass der neue Pegel sichtbar bestätigt wird. Die von Windows angezeigte Verbindungsstatus-Information für getrennte Zubehörgeräte wird genauer, und die Seite „Bluetooth und Geräte“ in den Einstellungen arbeitet beim Verwalten von Bluetooth- und Audiogeräten stabiler. Behoben ist ein Fehler, bei dem das Bluetooth-Funkmodul ausgeschaltet war, der zugehörige Schalter in den Einstellungen aber weiterhin „ein“ anzeigte. Hinzu kommen eine bessere Mikrofonkompatibilität mit bestimmten Bluetooth-Classic-Audiogeräten, die Behebung eines Absturzes mit dem Fehlercode 0x139 beim Streaming von Bluetooth-Audio sowie Verbesserungen bei Zuverlässigkeit und Leistung von LE-Audio-Zubehör und bei der Funktion für geteiltes Audio.
Im Bereich Barrierefreiheit führt Microsoft die Einstellung „Apps maximiert öffnen“ ein, die App-Fenster beim Öffnen automatisch maximiert. Sie richtet sich an Nutzer von Bildschirmlesern oder Bildschirmvergrößerung, an Arbeit im Tabletmodus sowie an alle, die eine durchgängige Vollbildansicht bevorzugen; aktiviert wird sie unter Einstellungen > Barrierefreiheit > Visuelle Effekte. Außerdem lässt sich die Bluetooth-Seite in den Schnelleinstellungen besser per Tastatur, Gamepad oder Sprachausgabe bedienen. Die Bildschirmlupe erhält eine modernisierte Symbolleiste mit an das Design von Windows 11 angepassten Symbolen sowie überarbeiteten Abständen; Ansichten, Zoomsteuerung, Tastenkombinationen und Vorlesen verhalten sich unverändert.
In den Einstellungen selbst arbeitet die Seite Bluetooth & Geräte > Drucker & Scanner zuverlässiger. Unter Apps > Installierte Apps wird die Versionsnummer für paketierte Apps nun auf oberster Ebene angezeigt, wie es bei anderen Apps bereits der Fall ist. Das Steuerelement zur Zeitauswahl richtet sich jetzt nach dem bevorzugten Zeitformat, wenn zwischen 12- und 24-Stunden-Anzeige gewechselt wird – etwa beim Festlegen der Nutzungszeit und beim Planen des Nachtmodus. Die Option „Mehreren Apps gleichzeitig die Kameranutzung erlauben“ unter Bluetooth & Geräte > Kameraeinstellungen bleibt zuverlässiger erhalten.
Für Präzisionstouchpads kommen unter Einstellungen > Bluetooth & Geräte > Touchpad zusätzliche Gestensteuerungen hinzu: Scrollen mit einem Finger, beginnend am linken oder rechten Rand des Touchpads, sowie automatisches Scrollen, bei dem der Bildlauf weiterläuft, wenn die Finger beim Scrollen in Richtung Touchpad-Rand bewegt werden, ohne sie anzuheben. Gestensteuerungen für Scroll- und Zoomgeschwindigkeit sowie beschleunigtes Scrollen waren bereits mit dem Juli-2026-Update (KB5101684) eingeführt worden.
Neu ist zudem eine Einstellung, mit der sich die Copilot-Taste auf die rechte Strg-Taste oder die Kontextmenü-Taste umbelegen lässt, um gewohnte Tastenkombinationen und Barrierefreiheits-Abläufe zu erhalten. Mit „Camera roll backup“ führt Microsoft eine Sicherung der Kamerabilder in den Einstellungen ein, die berechtigten Nutzern hilft, ihre Fotos mit OneDrive zu schützen; die Funktion lässt sich über die Startseite der Einstellungen oder die Konten-Seite aktivieren, die Einrichtung erfolgt per QR-Code auf einem Mobiltelefon.
Bei den Schriftarten unterstützt Ebrima nun die Schriftsysteme Garay und Beria Erfe und ist damit die erste Microsoft-Schriftart, die beide abdeckt. Garay wurde in Unicode 16.0 kodiert, Beria Erfe in Unicode 17.0. Außerdem wurden die Adlam-Glyphen in Ebrima an den aktuellen Unicode-Standard angeglichen.
Die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) erhält ein Plug-in für die Fernverwaltung, das die Verwaltungsmöglichkeiten für MDM-Anbieter erweitert. Im Kioskmodus ist die Tastenkombination Windows + Tab bei einem Kiosk mit eingeschränkter Benutzeroberfläche jetzt deaktiviert, im Einzel-App-Kioskmodus zusätzlich Windows + A und Windows + C.
Entfallen ist die PC-zu-PC-Migration in Windows Backup. Die über eine stufenweise Einführung verteilte Funktion erlaubte es bislang, Dateien und Einstellungen beim Einrichten eines neuen Windows-PCs direkt vom alten Gerät zu übertragen. Für das Sichern und Wiederherstellen von Dateien, Einstellungen und weiteren unterstützten Elementen beim Umstieg auf einen neuen PC verweist Microsoft auf Windows Backup. Schließlich verbessert das Update Anzeige und Leistung in Fällen, in denen ein angeschlossenes Notebook fälschlich einen Wechsel von Netz- auf Akkubetrieb erkennt.
Neue Probleme sind Microsoft mit diesem Patchday nach eigenen Angaben nicht bekannt. Das Unternehmen weist jedoch darauf hin, dass auf manchen PCs weiterhin Audioprobleme auftreten können: Der Fehler betrifft USB-1.0-Audiogeräte und tritt nicht flächendeckend auf.
