In einer Sicherheitsmitteilung erklärte das Unternehmen: „Wir haben festgestellt, dass sich eine unbefugte Partei Zugang zu einem ASOS-Mitarbeiterkonto verschafft hat, indem sie sich als vertrauenswürdiger Kontakt ausgab, um Anmeldedaten zu erlangen.“ Diese Zugangsdaten seien anschließend genutzt worden, um auf Informationen auf bestimmten Drittanbieter-Plattformen zuzugreifen, die ASOS verwendet.
ASOS sperrte die betroffenen Plattformen und leitete eine Untersuchung ein, die von externen Fachleuten, Strafverfolgungsbehörden und Aufsichtsbehörden unterstützt wird. Das Unternehmen betreibt einen der großen britischen Online-Modehändler und verkauft Kleidung, Schuhe, Accessoires und Beautyprodukte an Kunden weltweit.
Aufmerksam wurden Kunden auf den Vorfall am 6. Oktober 2026: Über die ASOS-App erhielten sie auf ihren Mobilgeräten eine Push-Benachrichtigung, in der ein Datendiebstahl behauptet und ASOS-Mitarbeiter aufgefordert wurden, über Telegram Kontakt aufzunehmen. Die Angreifer nennen sich selbst „Xuanye Group“ und erklärten, Kundendaten erbeutet zu haben, jedoch keine Zahlungsinformationen.
In einer Stellungnahme auf der eigenen Website bestätigte ASOS schließlich den Vorfall; dabei seien möglicherweise „grundlegende“ persönliche Angaben und Kontaktdaten offengelegt worden. Eine aktuelle Mitteilung an die Kunden benennt die betroffenen Daten konkret:
- vollständige Namen
- Kontaktdaten
- bestimmte nicht personenbezogene kontobezogene Informationen
Auf Zahlungskartendaten oder Kontopasswörter hätten die Angreifer nach Angaben des Unternehmens keinen Zugriff gehabt. Website und App seien zu jedem Zeitpunkt sicher nutzbar gewesen und seien es weiterhin. „Sie müssen bei Ihrem Konto nichts unternehmen“, heißt es in der Kundenmitteilung. Allerdings sollten Nutzer bei unerwarteten Nachrichten oder Anrufen vorsichtig bleiben, die angeblich von ASOS stammen: „Wir werden Sie niemals über eine unaufgeforderte Nachricht oder einen Anruf auffordern, Passwörter, Sicherheitscodes oder Zahlungsdaten mitzuteilen.“
Die Untersuchung dauert nach Unternehmensangaben weiter an; über wesentliche neue Erkenntnisse will ASOS informieren. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen seien bereits umgesetzt worden, um vergleichbare Vorfälle künftig zu verhindern. Wie viele Kunden betroffen sind, hat das Unternehmen bislang nicht beziffert.
